Das Programmpaket SOG Forms ermöglicht die Erstellung und Bearbeitung von Belegen, Papieren und Aufklebern mit festem und starrem Aufbau, wie sie z. B. bei Ausfuhr-, Anmelde- und Bescheinigungsformularen oder Artikeletikettenaufkleber benötigt werden. Darüber hinaus können beliebige Listen und frei formatierte Belege erstellt und gedruckt werden.
Bei dem Bedrucken eines vorgegebenen Formulars nutzt SOG Forms als Hintergrund das Abbild einer Vorlage, z. B. eines eingescannten Belegs oder eines EDV-Formulars, und bietet dem Anwender die Möglichkeit maßstabsgetreu Felder in dem Beleg zu positionieren.
Bei dem späteren Ausdruck werden die Felder dann automatisch mit den aktuellen Belegdaten gefüllt und originalgetreu auf dem Ausdruck platziert. Dabei kann entschieden werden, ob der Hintergrund (z. B. ein eingescanntes Formular) mitgedruckt werden soll, oder nur die Datenwerte, falls ein Formularvordruck im Drucker liegt.
Auf Wunsch können auch bei der Formulardefinition Eingabefelder festgelegt werden. Diese werden dann während der Belegaufbereitung, kurz vor dem Ausdruck, von dem Benutzer abgefragt und in den Beleg mit eingeblendet. Diese Daten werden dabei nur temporär zur Belegerstellung und nicht anderweitig gespeichert.
Bei dem Design von Listen können Drucksegmente definiert werden. Drucksegmente können verschiedene Aufgaben haben. So kann es z. B. Seitenkopf-, Gruppenkopf-, Gruppenfuß-, Detail- oder Seitenfußsegmente geben die jeweils typgerecht angesteuert und gedruckt werden. Innerhalb dieser Segmente werden die zu druckenden Datenfelder platziert.
Die Ausgabe von SOG Forms wird entweder am Bildschirm angezeigt, oder auf einem Drucker gedruckt.
Darüber hinaus kann die Ausgabe in eine TIF, PDF oder CSV-Datei erfolgen. Für die Ausgabe im PDF-Format ist allerdings die Installation zusätzlicher Software erforderlich. Siehe PDF-Anbindung.
Beim Export in eine CSV-Datei (Excel-Format) werden alle Datenfelder, die aus Detailbereichen stammen in tabellarischer Form gesammelt, und, jeweils pro Detaildatensatz eine Zeile, in die CSV-Datei ausgegeben. Als Überschriften dienen dabei die Feldnamen, die den Feldern in der Formulardefinition gegeben wurden. Über die Segmenteigenschaft "Nur bei Druckstatus" kann gesteuert werden, welche Drucksegmente exportiert und welche gedruckt werden.
Die beiden Techniken "Formulardruck" und "Listendruck" können auch kombiniert werden. So können Datenfelder in die Ausgabe platziert werden, die Ihren Inhalt über ein eigenständiges Unterformular erhalten. Dadurch können auf einfache Art und Weise mehrbahnige Adressetiketten erzeugt werden.
SOG Forms druckt immer unter Verwendung eines Windows Druckertreibers.
SOG Forms benötigt das Microsoft .NET Framework 2.0 (Wird über SOG Active Setup installiert).
Für SOG Forms wird die Modullizenz "forms" und "formsedit" benötigt.
Der Ausdruck erfolgt auf beliebigen Druckern, unter verwendung von Windows-Druckertreibern. Dabei können alle Möglichkeiten, die der Drucktreiber bietet verwendet werden. Ein Ausdruck ohne Windows-Druckertreiber wird nicht unterstützt.
Als Datenquelle wird immer ein XML-Dokument ausgewertet. Durch Kombination verschiedener Techniken können aber z. B. auch direkt Programmausgabe oder SQL-Anweisungen verwendet werden.
Interaktiver Aufruf und Nutzung von SOG Forms
Der Formularanwender wird SOG Forms normalerweise über eine Anwendung wie z. B. SOG ERP (VACOS) starten. Es ist aber auch denkbar, SOG Forms über das Öffnen einer Datenbereitstellungsdatei aufzurufen. Diese Dateien haben die Dateiendungen ".sogformxml", ".SOG Formsql" oder ".sogformref".
Nun beginnt der Vorgang des interaktiven Ausdruckens.
Aufruf von SOG Forms aus Hintergrundprozessen
Batchverarbeitungen haben die Möglichkeit SOG Forms direkt anzusteuern, und einen Formularausdruck ohne weitere Benutzereingabe einzuleiten.
Dazu steht das Programm SOGFormProjPrint zur Verfügung.
Aufruf:
sogformprojprint XmlDatenquelle Formularname Druckername1 [AnzahlExemplare1 Druckername2 AnzahlExemplare2 Archivname TifFarbtiefe TifKompression [Parameter...]]
Die Drucker müssen über die SOG .NET Druckereinrichtung eingerichtet worden sein.
Ab "AnzahlExemplare1" ist die Angabe der Parameter optional.
Für Druckername1/2 und Archivname kann auch ein "-" übergeben werden. Dann erfolgt dorthin keine Ausgabe.
In Archivname wird immer genau 1 Originalbeleg gedruckt.
Beginnt Druckename1 oder 2 mit einem "-" Zeichen, so wird der Name als Dateiname interpretiert, und die Ausgabe erfolgt im tif-, csv- oder pdf-Format, je nach Endung des Dateinamens.
Beginnt der Name mit "+" wird die Ausgabe an eine vorhandene tif-Datei angehängt.
In TifFarbtiefe sollte entweder "1" oder "16" angegeben werden. Initialwert="1".
Als TifKompression kann "none", "cmpr", "g3" oder "g4" verwendet werden.
Initialwert: Bei Farbtiefe "1" => "g4" bei Farbtiefe > 1 => "cmpr"
Die Parameter werden an die XmlDatenquelle weitergegeben, wenn es sich um eine Datenquelle handelt, die Parameter erfordert.
Hinweis: Die Nutzung der PDF-Funktionalität erfordert die Installation des nicht von der SOG gelieferten Programms AFPL Ghostscript. Bitte beachten Sie die Lizenzvereinbarungen. Außerdem muss ein Postscript-Drucker eingerichtet worden sein.
Auch bei dieser Form des Ausdrucks werden die XML Eingabedaten ggf. mit Hilfe eines XSLT Scripts automatisch transformiert. Fehlermeldungen werden in die üblichen Protokolldateien protokolliert.
Zur Erstellung und Bearbeitung vob SOG Forms Formularen wird die Lizenz formsedit benötigt.